Standing ovations für das Wilde Shamrock Theatre

Romeo and Juliet - the Irish version

Am Freitag, 12. Oktober 2012 gastierte auf Einladung der Fachschaft Englisch das Ensemble des „Wilde Shamrock Theatres“ aus Dublin am Werner-von-Siemens Gymnasium. Mit ihrem Stück „Writers in the Stars“ begeisterte die 4-köpfige Truppe um Vincent Moron die Oberstufenschüler. Letzteren hatten einige Schülerinnen und Schüler auf ihrer Kursfahrt nach Dublin im Juli 2012 bereits persönlich kennengelernt.

Das Stück brachte den Schülern auf extrem kurzweilige und originelle Art Weltliteratur einmal ganz anders nahe.

 

In „Writers in the Stars“ treffen sich vier der größten Literaten, die die angelsächsische Welt je hervorgebracht hat, im Himmel und zanken sich darüber, wer von ihnen „the world’s greatest“ war: Oscar Wilde, Mary Shelley, Ernest Hemingway und natürlich William Shakespeare. Um den Zwist beizulegen, entschließt man sich, je eine Szene zur Aufführung zu bringen und anschließend das Publikum entscheiden zu lassen.

So erwachen in unglaublich kreativer und witziger Manier Kernszenen aus den wichtigsten Werken der genannten Autoren zu neuem Leben. Unterbrochen von Livemusik erleben die Schüler Highlights der Weltliteratur von „Frankenstein“ bis zu „Romeo and Juliet“. Besonders die Shakespeare Darstellung reißt das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin, wird doch den Hauptfiguren je ein modernes alter ego zur Seite gestellt, um die „unverständlichen Sätze“ des Barden in „normales“ Alltagsenglisch zu übersetzen.

Am Ende stellt Oscar Wilde (alias Vincent Moron) fest, dass man keinen Sieger küren könne, das Verdienst aller Anwesenden sei nämlich das Gleiche: Das Theater ist die großartigste Kunstform, die es gibt, ist es doch der Ort, an dem der Mensch mit anderen das Wesen des Menschseins erleben und teilen kann.

Am Ende der Show präsentieren die vier sympathischen Künstler noch irische und moderne Songs und sichern sich spätestens damit einen bleibenden Platz in den  Herzen der Zuschauer. Eine solch mitreißende Aufführung hat man selten erlebt und so gibt es völlig zu Recht stehende Ovationen, als sich die Truppe verabschiedet.

Bis hoffentlich nächstes Jahr!