Exkursionen

Exkursion des P-Seminars in das Transplantationszentrum Erlangen

 

Am Freitag, den 09.12.2016, nahm das Q11-P-Seminar Biologie an einem Schülerseminar des Transplantationszentrums Erlangen teil.

Nach einer ziemlich turbulenten Bahn/ U-Bahn-Anreise, schafften es die 17 Schülerinnen und Schüler, trotz der bahnbedingten Widrigkeiten pünktlich im kleinen Hörsaal der medizinischen Fakultät der Universität Erlangen zu sein und nach der Begrüßung durch Frau Dr. Katharina Heller, Oberärztin und geschäftsführende Ärztin am Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg, dem Vortrag der Koordinatorin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) München, Frau Alexandra Greser, zu folgen. Frau Greser gab einen Überblick über statistische Werte wie beispielsweise dem Verhältnis von Menschen auf der Warteliste und den tatsächlich vorhandenen Organspendern. Außerdem stellte sie den Verlauf einer Organspende sowie die Aufgaben der DSO und Eurotransplant ebenso übersichtlich dar wie die Voraussetzungen, die zur postmortalen Organspende gegeben sein müssen.

Im Anschluss daran referierte Frau Maren Liebig vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege über die rechtlichen Grundlagen der Organspende und -transplantation.

Nach einer kurzen Pause konnten die Seminarteilnehmer den sehr praxisorientierten Ausführungen von Herrn Dr. Markus Kondruweit, dem Oberarzt der Klinik für Herzchirurgie am Universitätsklinikum Erlangen, und Herrn Dr. Mario Richterstetter von der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Erlangen, zu den medizinischen Aspekten einer Herz- bzw. einer Nierentransplantation einschließlich alternativer Methoden und den Voraussetzungen, welche für bzw. gegen eine Transplantation sprechen, folgen.

Am eindrucksvollsten für alle Zuhörer waren die Berichte von Betroffenen, welche von Frau Dr. Elisabeth Wasielewski vom Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg vorgestellt wurden. Zum einen der einer jungen Frau, welche nach Jahren an der Dialyse vor Kurzem dank der Lebendspende durch ihre Mutter eine Niere transplantiert bekam und dem jungen Publikum ihre (Leidens-)Geschichte schilderte. Außerdem war ein Ehepaar anwesend, dessen Tochter im Alter von zwölf Jahren nierenkrank wurde und nun acht Jahre nach der Diagnose vom Vater eine Lebendspende erhalten hat. Und dies nur vier Tage vor dieser Veranstaltung. Der Vater selbst schilderte in sehr einprägsamer Weise die Krankengeschichte seiner Tochter, seine Entscheidungs-findung und die Vorbereitungen sowie den Verlauf des operativen Eingriffs. Die Mutter ergänzte die Ausführungen ihres Mannes und appellierte sehr eindringlich, sich so früh wie möglich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen und dieses wichtige Thema auch mit anderen zu besprechen.

Alle Teilnehmer des P-Seminars sind sich einig, dass diese Veranstaltung des Transplantationszentrums Erlangen, in welcher neben den äußerst informativen Vorträgen sowohl während dieser Vorträge als auch in der Pause und nach Ende der Veranstaltung jederzeit die Möglichkeit bestand, konkrete Fragen zu stellen und alle Beteiligte auch persönlich anzusprechen, absolut empfehlenswert ist. Die Schülerinnen und Schüler haben eine umfassende und zum Teil auch sehr eindrucksvolle „Runduminformation“ zu dieser wichtigen Thematik erhalten und danken allen Vortragenden, die sich Zeit für dieses Schülerseminar genommen haben.

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