Chinesisch

17 Chinesische Schüler zu Gast am Werner- von Siemens-Gymnasium

Obwohl die chinesische Stadt Linhai mit  1 Million Einwohnern um einiges größer ist als unser beschauliches Weißenburg und auch die Datian Highschool mit ihren rund 3000 Schülern das Weißenburger Gymnasium in Bezug auf die Schülerzahl um einiges übertrifft, kamen die 17 chinesischen Jugendlichen und  ihre drei Begleitlehrkräfte aus dem Staunen nicht heraus. Für alle chinesischen Gäste war dies die erste Reise ins Ausland und dann gleich bis ins rund 9000 km entfernte Deutschland, einem völlig anderen Kulturkreis.

 

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Die chinesischen Schüler waren bei gleichaltrigen Weißenburger Gymnasiasten der 10. Klassen untergebracht. Der Besuch der deutschen Jugendlichen bei ihren chinesischen Partnern findet in den Osterferien 2019 in Begleitung von Schulleiter Wolfgang Vorliczky, Yan Both und Corinna Frühwirth-Haberler, statt, die sich seit 2011 um Organisation und Leitung des Schüleraustausches mit China, kümmert. Auf beiden Seiten stößt die Begegnung auf nachhaltiges Interesse, da dies bereits die siebte erfolgreiche Begegnung von deutschen und chinesischen Jugendlichen der beiden Schulen war.

Neben der Teilnahme am Unterricht ihrer deutschen Partner, um das bayerische Schulsystem und das Leben eines Gymnasiasten in Bayern kennenzulernen, empfing Landrat Gerhard Wägemann die ganze Gruppe im Landratsamt und stellte mit einer Präsentation Weißenburg und den Landkreis vor. Bei einer Wanderung samt Führung auf der Wülzburg konnten die chinesischen Schüler die schöne Umgebung und Aussicht genießen, und am Abend in der Rossmühle, dem Schulkonzert der Freunde des Gymnasiums lauschen. Weiterhin standen einige Ausflüge auf dem Programm, wie z.B. das Opernevent „Carmen“ auf der Seebühne in Bregenz, eine Fahrt ins historische Rothenburg und eine Stadtführung in Nürnberg unter Leitung von OStD a.D. Dieter Theisinger. In den Gastfamilien nahmen die chinesischen Jugendlichen aktiv am Leben der Familien teil, lernten das Weißenburger Altstadtfest kennen, probierten fränkische Spezialitäten und berichteten von ihrem Leben daheim.

Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der Fa. Alfmeier konnten sowohl die chinesischen als auch ihre deutschen Partner an allen Exkursionen teilnehmen, ohne dass für die deutschen Teilnehmer große zusätzliche Kosten entstanden. Auf diese Weise konnten die Jugendlichen eine Woche lang intensiv den jeweils anderen kennenlernen. Alle genossen die gemeinsame Zeit sehr. Eine Begegnung von Jugendlichen aus unterschiedlichen Ländern schon in der Schulzeit ist eine sehr hilfreiche Methode sich eine eigene Meinung zu bilden und somit Ressentiments und Vorurteilen vorzubeugen.

Beim Abschied der chinesischen Jugendlichen flossen viele Tränen auf beiden Seiten. Die chinesischen Begleitlehrkräfte bedankten sich bei den Gasteltern im Namen ihrer Schüler für die herzliche Aufnahme und die tolle Woche und trösteten alle mit dem Wiedersehen in den Osterferien in China.