Austausch USA

Von Alligatoren, Red Tide, viel Sonne und Raumschiffen

Der diesjährige GAPP Austausch (German American Partnership Program) mit der Manatee School for the Arts (MSA) in Palmetto bescherte zwölf Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 10 und 11 eine unvergessliche Zeit in Florida.

Bereits der Schulbesuch war etwas Besonderes: die erste Stunde beginnt um 9.35 Uhr, man trägt Schuluniform, und der Unterricht beginnt erst nach dem Treueschwur auf die Fahne (The Pledge of Allegiance). Unterrichtet werden u.a. exotische Fächer wie Stage Make-up, Ballroom Dance, Song Writing oder Race Car Driving. Über 2 Wochen lang konnten unsere Schülerinnen und Schüler das Leben an einer Highschool und natürlich den American Way of Life in ihren Gastfamilien kennenlernen und dabei wichtige Erfahrungen machen.

Leider sorgte die nach dem letzten Hurrikan wieder zurückgekehrte Red Tide (eine übelriechende rote Alge) dafür, dass Aufenthalte am Strand für Empfindliche nicht immer sehr angenehm waren. Widerstandsfähigere Badewillige wagten sich trotzdem in die angenehm warmen Fluten - man musste eben immer ein wenig nach einem Strandabschnitt suchen, an dem es gerade nicht so schlimm war.

Auf dem Programm standen außerdem Field Trips (Ausflüge) unterschiedlicher Art: wir besuchten das Museum of South Florida, streichelten Baby-Alligatoren und einen Monster-Python, ruderten in wackeligen Kanus an (glücklicherweise) schlafenden Alligatoren vorbei und kämpften siegreich gegen lebensmüde Spinnen, genossen besondere Architektur und Landschaft im Ringling Museum und fuhren als Höhepunkt zum Kennedy Space Center. Der Besuch des geschichtsträchtigen Ortes am Cape Canaveral war sehr beeindruckend: hier wird ein Meilenstein der Menschheitsgeschichte lebendig und gleichzeitig ein Blick in unsere Zukunft möglich: die Arbeit an der Reise zum Mars, The Journey to Mars.

Nach einer Übernachtung der deutsch-amerikanischen Gruppe im Hotel und viel Spaß mit (Plastik-) Alligator im Pool zog die Karawane weiter zu Seaworld nach Orlando, wo wir uns durchaus kritisch mit den dort dargebotenen Killerwal- und Delfinshows auseinandersetzten und viele lieber nur die spektakulären Achterbahnen nutzten.

Der Abschied fiel allen sehr schwer, die Tränen flossen auf beiden Seiten in Strömen und einige Familien wollten ihr neues deutsches Familienmitglied gar nicht mehr weglassen  – unser einziger Trost war die Vorfreude auf das Wiedersehen im Juni 2019 beim Besuch unserer amerikanischen Freunde in Weißenburg.

Für alle Teilnehmerinnen war die Teilnahme an dem Programm eine große Bereicherung: rein sprachpraktisch durch ein 17 Tage währendes Sprachbad in der Weltsprache Nummer 1 und natürlich auch menschlich-persönlich: die Erinnerungen und hoffentlich auch gewonnene Freundschaften bleiben!

Thank you, MSA – it was awesome!