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Digitales Portfolio Englisch

Wie kann man die Forderung nach dem Einsatz digitaler Medien pädagogische sinnvoll bereits in der Unterstufe umsetzen? Der Anfangsunterricht Englisch bietet eine große Bandbreite an Möglichkeiten für den Einsatz digitaler Medien und generiert ansprechende Situationen für das Verfassen einfacher Texte in der Fremdsprache. Der Einstieg erfolgte sehr niederschwellig und das Anspruchsniveau wurde im Laufe des Schuljahres gesteigert.

Beispielvideos mit Green Screen:

 

Cutty Sark

Windsor Castle

Tower Bridge

Loch Ness

Selbstgeschriebener Rap mit eigener Musik:

Rap

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Von Beginn an wurden die beiden lehrwerksbegleitenden Stofftiere „Tony“ und „Lou“ in den Unterricht eingebunden. Mit großer Begeisterung fotografierten die Schüler die beiden Mäuse in diversen Situationen im heimischen Kontext. Die Schülerfotos wurden über die digitale Tafel in die verschiedenen Übungsphasen zur Vertiefung der Grammatik, zur Bildbeschreibung oder als Sprechanlass eingebunden. Tony und Lou durften auch mit ins Schullandheim reisen und wurden dort bei vielen Aktivitäten von den Schülern und Kollegen fotografiert (siehe Bericht Violau). Sie wanderten, schlemmten, ruderten, chillten und tanzten in der Disco ab. Die Fotos wurden den Schülern über Dropbox zur Verfügung gestellt, jeder wählte seine fünf Lieblingsfotos aus und verfasste nach nur fünf Wochen Englischunterricht am Gymnasium kurze Bildbeschreibungen in der Fremdsprache. Dazu durfte selbstverständlich auch ein analoges bzw. digitales Wörterbuch verwendet werden. An den iPads wurden dann in den Intensivierungsstunden die Fotos und Kommentare zu einer persönlichen Erinnerung an das Schullandheim zusammengestellt und mit Comic-Elementen verschönert.

Da die Schüler voller Begeisterung mit dieser App arbeiteten, wurden im Laufe des Schuljahres weitere Projekte zu den Schulbuchthemen auf diese Weise umgesetzt. Die Schüler empfanden nach, wie eine Schuluniform auf Schüler im englischsprachigen Raum wirkt, wälzten den Wortschatz zu „Christmas traditions in Great Britain and the USA“ um und stellten die Schule einem fiktiven Austauschschüler der Thomas Tallis School vor. Dazu fotografierten sie beispielsweise den Schulleiter, die Sekretärinnen und den Hausmeister und erweiterten auf diese Weise ihren englischen Wortschatz.

Außerdem wurden im Laufe des Schuljahres verschiedene Dialoge zu den entsprechenden Schulbuchthemen verfasst und wahlweise ein Rap geschrieben, der mit einer App musikalisch unterlegt wurde. Auch diese Texte konnten als Ton- bzw. Videoaufnahmen von den Schülern nach kurzer Einführung in die entsprechende Technik selbstständig umgesetzt werden.

Schließlich wählten die Schüler eine Sehenswürdigkeit aus einem englischsprachigen Land und recherchierten dazu u.a. im Computerraum Informationen und Fotos im Internet. Dabei wurden auch die Themen „Bildrechte“ sowie „Recht am eigenen Bild“ ausführlich behandelt. Die lizenzfreien Fotos wurden als Hintergrund in eine Green Screen App eingebaut und die Texte dazu aufgenommen. Viele Schüler waren bei diesen Aufnahmen zunächst sehr aufgeregt und es bedurfte einiger Anläufe die Texte ohne gravierende Fehler und Aussetzer zu sprechen. Einige Ergebnisse können Sie über die QR-Codes aufrufen.

Das Fazit der Schüler war durchweg positiv. Zum einen faszinierten die technischen Möglichkeiten und zum anderen hatten die Schüler großen Spaß bei der weitgehend selbstständigen Arbeit in Kleingruppen. Aus Lehrersicht steht für mich der Motivationsaspekt an erster Stelle: die meisten Schüler verfassten hochmotiviert die entsprechenden Texte und erweiterten selbstständig ihren Wortschatz. Darüber hinaus entsteht durch die Möglichkeit bzw. Notwendigkeit einer mehrmaligen Aufnahme der Texte eine wesentlich umfangreichere und tiefergreifende sprachliche Durchdringung als z.B. durch eine einmalige Präsentation vor der Klasse. Der hohe zeitliche Aufwand wird meiner Ansicht nach durch den enormen Lernzuwachs sowohl im sprachlichen als auch im medienpädagogischen Bereich gerechtfertigt.