Grundwissen 5. Jahrgangsstufe

Verbindliches Grundwissen im Fach Evangelische 
Religionslehre (5. Jahrgangstufe) 
für Schülerinnen und Schüler am 
Werner-von-Siemens-Gymnasium in Weißenburg
 
 
Das sagt der Lehrplan: 
 
 In der Jahrgangsstufe 5 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen: 
• das Doppelgebot der Liebe, die Zehn Gebote, Psalm 23 und den Ersten 
Glaubensartikel auswendig können 
• ein Beispiel christlicher Symbolsprache erklären können 
• den selbständigen Umgang mit der Bibel beherrschen 
• ein Beispiel aus den David-Geschichten in seiner religiösen 
Aussage erklären können 
• Grundaussagen eines Schöpfungsberichts sowie der Exodustradition 
erläutern können 
Das solltest du wissen: 
 
+ Du musst das Doppelgebot der Liebe, die Zehn Gebote und den Psalm 23 
auswendig können. Dazu noch vom Apostolischen Glaubensbekenntnis den Ersten 
Glaubensartikel.
Du findest die Texte auf der Seite „Textsammlung 5. Jahrgangsstufe"
 
+ Du musst wissen, dass das KREUZ das wichtigste christliche Symbol ist. Wir 
Christen glauben, dass Jesus Christus FÜR UNS am Kreuz gestorben und dann von 
Gott auferweckt worden ist. Das Leben ist stärker als der Tod das ist die große 
Botschaft des Kreuzes!
Jedes Kreuz erinnert uns an dieses Heilshandeln Gottes für uns. Das Kreuz 
begegnet in vielen verschiedenen Formen und Gestalten.
 
+ Du musst wissen, dass das Bibel aus den zwei großen Teilen Altes Testament 
(AT) und Neues Testament (NT) besteht.
Das AT ist ursprünglich in hebräischer Sprache verfasst, das NT in griechischer 
Sprache. 
Martin Luther hat erst das NT, später auch das AT in die deutsche Sprache 
übersetzt.
 
Das AT hat 39 einzelne Bücher, das NT 27 – insgesamt ist die Bibel also eine 
Sammlung von 66 Büchern, die über einen Zeitraum von mehr als 1000 Jahren 
entstanden sind.
 
In der Bibel begegnet uns GOTTES WORT in Worten von Menschen, daher auch die 
Vielfalt biblischer Bücher.  Das AT hat z.B. Geschichtsbücher, Lehrbücher und 
Psalmen sowie Prophetenbücher. Von jeder dieser Gruppen solltest 5 Beispiele 
nennen können. Das NT ist unterteilt in die 4 Geschichtsbücher (Evangelien), die 
Briefe und das prophetische Buch der Offenbarung. Du solltest die Evangelien, 5 
Briefe und die Offenbarung nennen können. (vgl.  „Textsammlung 5. 
Jahrgangsstufe")
 
Zur Bibel musst du auch noch die korrekte Angabe einer Bibelstelle kennen 
und in der Lage sein, eine Bibelstelle in kurzer Zeit aufschlagen zu können. 
 
 
z.B. Mt. 6,9-13: Mt.(=Matthäus), 6,
9-13
„Biblisches Buch"
„Kapitel"
„Verse"
 
Man spricht diese Angabe so: 
 
Matthäus 6 Vers 9 bis 13!
(Hier findest du übrigens das Vaterunser!) 
 
+ Im Blick auf den Bereich „Königsgeschichten" solltest du die Geschichte von 
David und Batseba in ihren Grundzügen nacherzählen können und erkennen, dass 
darin zum Ausdruck kommt, dass menschliche Macht (auch die eines mächtigen 
Königs!) immer von Gott und seinen Geboten begrenzt wird.
Obwohl David Schuld auf sich lädt, geht Gott seinen Weg weiter mit ihm, denn 
er bereut und bittet um Vergebung! (Du findest die ganze Geschichte unten in 
der Textsammlung zum nachlesen!)
 
+ Gott wird in der Bibel als „Schöpfer der Welt" bekannt. Im Schöpfungslied 1. 
Mose 1,1-2,4a begegnet dir ein Lied, das Gott für seine Schöpfung lobt und preist.
Es wurde von Priestern Israels im „Babylonischen Exil" gedichtet und macht 
deutlich: Gott hat die Welt gut erschaffen, sie hat eine gute Ordnung in der wir 
ohne Angst leben dürfen. Ziel seines Schaffens ist der Ruhetag, der Sabbat. 
Dieses Loblied ist eine von zwei Schöpfungserzählungen und heißt nach ihren 
Verfassern „Priesterlicher Schöpfungsbericht".
In ihm findest du das bekannte 6/7-Tage-Schema.
Die Geschichte will KEIN naturwissenschaftlicher Bericht über die Entstehung der 
Erde sein, sondern Gott dafür loben, dass alles gut erschaffen ist. Die Priester 
greifen auf die Erkenntnisse IHRER Zeit zurück.
Unsere Aufgabe ist es heute, die Welt zu bewahren und zu beschützen. Sie ist 
durch unser Handeln gefährdet und bedroht. Wir müssen verantwortlich und 
sorgsam mit der Schöpfung umgehen. 
(Das Lied findest du in der „Textsammlung 5. Jahrgangsstufe)
 
+ In der 5. Klasse stellen wir uns auch die Frage, wer Gott ist und wie Menschen 
von ihm reden.
Als ein Beispiel sollst du wissen, dass für das Volk Israel die Geschichte vom 
Auszug aus Ägypten (EXODUS) eine ganz wichtige Geschichte ist, wenn es darum 
geht, wie Gott ist.
Gott zeigt sich als ein Gott, der Menschen aus Gefangenschaft und Sklaverei in 
die FREIHEIT führen will.
In der Geschichte von Mose und dem Dornbusch offenbart Gott seinen Namen – 
Jahwe (d.h. so viel wie: „Ich bin für euch da") Gott ist ein Gott, der Menschen 
auf ihrem Lebensweg begleitet, er ist nicht an bestimmte Orte oder Heiligtümer 
gebunden. Die Gescichte vom Dornbusch findest du in der „Textsammlung 5. 
Jahrgangsstufe"
 
LIEDER
 
Du solltest die unten in der Textsammlung aufgeführten Lieder „Vergiss es nie" 
und das Lied „Macht hoch die Tür" jeweils die genannten Strophen auswendig 
können. 
 
 
„Textsammlung 5. Jahrgangsstufe"
 
 
 
 
Der gute Hirte Psalm 23
 
 
 
1 "Ein Psalm Davids."
Der HERR ist mein Hirte, mir wird 
nichts mangeln. 2 Er weidet mich 
auf einer grünen Aue und führet 
mich zum frischen Wasser. 3 Er 
erquicket meine Seele. Er führet 
mich auf rechter Straße um seines 
Namens willen. 4 Und ob ich schon 
wanderte im finstern Tal, fürchte ich 
kein Unglück; denn du bist bei mir, 
dein Stecken und Stab trösten mich. 
5 Du bereitest vor mir einen Tisch 
im Angesicht meiner Feinde. Du 
salbest mein Haupt mit Öl und 
schenkest mir voll ein. 6 Gutes und 
Barmherzigkeit werden mir folgen 
mein Leben lang, und ich werde 
bleiben im Hause des HERRN 
immerdar.
 
 
 
 
Die 10 Gebote: „Lebensregeln" für freie Menschen!
(Nach der Zählung Luthers)
 
Das erste Gebot
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
 
Das zweite Gebot
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
 
Das dritte Gebot
Du sollst den Feiertag heiligen.
 
Das vierte Gebot
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
 
Das fünfte Gebot
Du sollst nicht töten.
 
Das sechste Gebot
Du sollst nicht ehebrechen.
 
Das siebte Gebot
Du sollst nicht stehlen.
 
Das achte Gebot
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
 
Das neunte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
 
Das zehnte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat
 
Jesus fasst alle Gebote zusammen im höchsten Gebot:
 
„Du sollst Gott den Herrn lieben und deinen Nächsten wie dich 
selbst"
(Doppelgebot der Liebe)
(Die ausführliche Fassung der Zehn Gebote steht in der Bibel an zwei Stellen: 2. 
Mose 20 und 5. Mose 5)
 
 
 
 
Das apostolische Glaubensbekenntnis (Credo)
Ich glaube an Gott, den Vater, 
den Allmächtigen,  
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,  
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,  
empfangen durch den Heiligen Geist,  
geboren von der Jungfrau Maria,  
gelitten unter Pontius Pilatus,  
gekreuzigt, gestorben und begraben,  
hinabgestiegen in das Reich des Todes,  
am dritten Tage auferstanden von den Toten,  
aufgefahren in den Himmel;  
er sitzt zur Rechten Gottes,  
des allmächtigen Vaters;  
von dort wird er kommen,  
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,  
die heilige christliche Kirche,  
Gemeinschaft der Heiligen,  
Vergebung der Sünden,  
Auferstehung der Toten  
und das ewige Leben.
Amen.
 
 
INHALT DES ALTEN TESTAMENTS 
 
 
 
Geschichtsbücher
Das erste Buch Mose (Genesis): 1.Mose
Das zweite Buch Mose (Exodus): 2.Mose
Das dritte Buch Mose (Levitikus): 3.Mose
Das vierte Buch Mose (Numeri): 4.Mose
Das fünfte Buch Mose (Deuteronomium): 
5.Mose
Das Buch Josua: Jos
Das Buch der Richter: Ri
Das Buch Rut: Rut
Das erste Buch Samuel: 1.Sam
Das zweite Buch Samuel: 2.Sam
Das erste Buch der Könige: 1.Kön
Das zweite Buch der Könige: 2.Kön
Das erste Buch der Chronik: 1.Chr
Das zweite Buch der Chronik: 2.Chr
Das Buch Esra: Esra
Das Buch Nehemia: Neh
Das Buch Ester: Est
 
Lehrbücher und Psalmen
Das Buch Hiob (Ijob): Hiob
Der Psalter: Ps
Die Sprüche Salomos (Sprichwörter): Spr
Der Prediger Salomo (Kohelet): Pred
Das Hohelied Salomos: Hld
 
Prophetenbücher
Der Prophet Jesaja: Jes
Der Prophet Jeremia: Jer
Die Klagelieder Jeremias: Klgl
Der Prophet Hesekiel (Ezechiel): Hes
Der Prophet Daniel: Dan
Der Prophet Hosea: Hos
Der Prophet Joel: Joel
Der Prophet Amos: Am
Der Prophet Obadja: Obd
Der Prophet Jona: Jona
Der Prophet Micha: Mi
Der Prophet Nahum: Nah
Der Prophet Habakuk: Hab
Der Prophet Zefanja: Zef
Der Prophet Haggai: Hag
Der Prophet Sacharja: Sach
Der Prophet Maleachi: Mal
 
 
 
 
 
INHALT DES NEUEN TESTAMENTS
 
 
 
Geschichtsbücher
Das Evangelium nach Matthäus: Mt
Das Evangelium nach Markus: Mk
Das Evangelium nach Lukas: Lk
Das Evangelium nach Johannes: Joh
Die Apostelgeschichte des Lukas: Apg
 
Briefe
Der Brief des Paulus an die Römer: Röm
Der erste Brief des Paulus an die Korinther: 
1.Kor
Der zweite Brief des Paulus an die Korinther: 
2.Kor
Der Brief des Paulus an die Galater: Gal
Der Brief des Paulus an die Epheser: Eph
Der Brief des Paulus an die Philipper: Phil
Der Brief des Paulus an die Kolosser: Kol
Der erste Brief des Paulus an die 
Thessalonicher: 1.Thess
Der zweite Brief des Paulus an die 
Thessalonicher: 2.Thess
Der erste Brief des Paulus an Timotheus: 
1.Tim
Der zweite Brief des Paulus an Timotheus: 
2.Tim
Der Brief des Paulus an Titus: Tit
Der Brief des Paulus an Philemon: Phlm
Der erste Brief des Petrus: 1.Petr
Der zweite Brief des Petrus: 2.Petr
Der erste Brief des Johannes: 1.Joh
Der zweite Brief des Johannes: 2.Joh
Der dritte Brief des Johannes: 3.Joh
Der Brief an die Hebräer: Hebr
Der Brief des Jakobus: Jak
Der Brief des Judas: Jud
 
Prophetisches Buch
Die Offenbarung des Johannes: Offb
 
 
 
 
 
David begeht Ehebruch (2. Sam. 11,1-12,25
 
 
 
1 Als der Frühling kam, begann wieder die Zeit, in der die Könige ihre Feldzüge unternahmen. Auch König 
David ließ seine Soldaten ausrücken: Unter der Führung Joabs zogen seine Offiziere mit dem ganzen Heer 
Israels in den Krieg gegen die Ammoniter. Sie verwüsteten das Land der Feinde und belagerten die Hauptstadt 
Rabba. David selbst blieb in Jerusalem. 2 Eines Nachmittags, als David seine Mittagsruhe beendet hatte, ging er 
auf dem flachen Dach seines Palasts spazieren. Da fiel sein Blick auf eine Frau, die im Hof eines Nachbarhauses 
ein Bad nahm. Sie war sehr schön. 3 David wollte unbedingt wissen, wer sie war, und schickte einen Diener los, 
der es herausfinden sollte. Man berichtete ihm: "Die Frau heißt Batseba. Sie ist eine Tochter Eliams und 
verheiratet mit Uria, einem Hetiter." 4 David sandte Boten zu ihr und ließ sie holen. Batseba kam, und er schlief 
mit ihr. Danach kehrte sie in ihr Haus zurück. Gerade vorher hatte sie die Reinigung vorgenommen, die das 
Gesetz nach der monatlichen Blutung vorschreibt.1 5 Nach einiger Zeit merkte Batseba, dass sie schwanger war. 
Sie schickte einen Boten zu David, der es ihm sagen sollte. 6 Kaum hatte der König das gehört, ließ er Joab 
melden: "Schickt sofort den Hetiter Uria zu mir!" Joab gehorchte und schickte den Mann zu David. 7 Als Uria 
ankam, erkundigte sich David zunächst, ob es Joab und den Soldaten gut gehe und wie weit die Belagerung der 
Stadt schon vorangeschritten sei. 8 Schließlich forderte er Uria auf: "Geh nun nach Hause zu deiner Frau, bade 
dich und ruh dich aus!" Uria war noch nicht weit gekommen, als ihn ein Diener einholte und ihm ein Geschenk 
des Königs überreichte. 9 Doch Uria ging nicht nach Hause, sondern zur königlichen Leibwache am Tor des 
Palasts. Dort übernachtete er. 10 David hörte davon und ließ Uria gleich am nächsten Morgen zu sich rufen. 
"Warum hast du nicht zu Hause bei deiner Frau übernachtet?", fragte er ihn. "Du warst doch jetzt so lange von 
ihr getrennt!" 11 Uria antwortete: "Die Bundeslade steht nur in einem Zelt, und auch die Soldaten Israels und 
Judas müssen mit Zelten auskommen. Selbst der Heerführer Joab und seine Offiziere übernachten auf offenem 
Feld am Boden. Und da sollte ich nach Hause gehen, essen, trinken und mit meiner Frau schlafen? So wahr du, 
mein Herr, lebst: Niemals könnte ich so etwas tun!" 12 David bat ihn: "Bleib heute noch hier, Uria. Morgen lasse 
ich dich dann wieder ziehen." So blieb Uria noch in Jerusalem. 13 Am Abend lud David ihn zum Essen ein und 
machte ihn völlig betrunken. Doch auch diesmal ging Uria nicht nach Hause, sondern schlief wieder bei der 
Leibwache am Palast.  
 
Uria muss sterben 
14 Am nächsten Morgen schrieb David einen Brief an Joab und gab ihn Uria mit. 15 Darin befahl er seinem 
Heerführer: "Stell Uria an die vorderste Front, wo der Kampf am härtesten tobt! Keiner von euch soll ihm 
Deckung geben. Zieht euch mitten in der Schlacht von ihm zurück, damit er getroffen wird und stirbt." 16 Joab 
hatte die Feinde in der belagerten Stadt schon länger beobachtet, und so wusste er, wo ihre gefährlichsten Leute 
standen. Genau dort setzte er nun Uria ein. 17 Als nun die Ammoniter aus der Stadt herausstürmten und 
angriffen, wurden einige Israeliten getötet, und auch der Hetiter Uria war unter den Gefallenen. 18 Joab ließ 
David über den Ablauf des Kampfes genau unterrichten. 19 Er sagte dem Boten, der die Nachricht überbringen 
sollte: "Wenn du dem König über das Geschehene berichtest, 20 wird er vielleicht zornig und hält dir vor: 
'Warum seid ihr so nah an die Stadtmauer herangerückt? Habt ihr denn nicht daran gedacht, dass die Feinde von 
der Mauer aus auf euch schießen würden? 21 Wisst ihr nicht mehr, wie es damals in Tebez Gideons Sohn2 
Abimelech erging? Von einer Frau wurde er umgebracht! Sie warf von der Mauer der Festung einen Mühlstein 
und erschlug ihn damit.3 Warum also habt ihr so nahe an der Stadtmauer gekämpft?' Wenn David dir solche 
Vorwürfe macht, dann erwidere ihm, dass auch der Hetiter Uria gefallen ist." 22 Der Bote machte sich auf den 
Weg und ging in Jerusalem als Erstes zum König. Er richtete David alles aus, was Joab ihm aufgetragen hatte. 
23 "Die Feinde waren stärker als wir", erzählte er, "sie stürmten aus der Stadt und griffen uns auf freiem Feld an. 
Wir konnten sie bis unmittelbar vor die Tore der Stadt zurückdrängen. 24 Doch da schossen die Bogenschützen 
von der Mauer auf uns herunter. Einige deiner Soldaten wurden tödlich getroffen. Auch der Hetiter Uria ist 
gefallen." 25 Da antwortete David: "Geh zurück und melde Joab: Lass dich durch diese Niederlage nicht 
entmutigen! Der Krieg ist eben so grausam: Mal trifft es diesen, mal jenen. Kämpfe entschlossen weiter gegen 
die Stadt, bis du sie zerstört hast. Nur Mut, Joab!" 26 Als Batseba hörte, dass Uria gefallen war, hielt sie die 
Totenklage für ihren Mann. 27 Gleich nach der Trauerzeit ließ David sie zu sich in den Palast holen und 
heiratete sie. Bald darauf brachte sie einen Sohn zur Welt. Der Herr aber verabscheute, was David getan hatte.
Du bist der Mann! 
1 Der Herr sandte den Propheten Nathan zu David. Als Nathan vor dem König stand, sagte er zu ihm: "Ich muss 
dir etwas erzählen: Ein reicher und ein armer Mann lebten in derselben Stadt. 2 Der Reiche hatte sehr viele 
Schafe und Rinder, 3 der Arme aber besaß nichts außer einem kleinen Lamm, das er erworben hatte. Er versorgte 
es liebevoll und zog es zusammen mit seinen Kindern groß. Es durfte sogar aus seinem Teller essen und aus 
seinem Becher trinken, und nachts schlief es in seinen Armen. Es war für ihn wie eine Tochter. 4 Eines Tages 
bekam der reiche Mann Besuch. Er wollte seinem Gast, der einen weiten Weg hinter sich hatte, etwas zu essen 
anbieten. Aber er brachte es nicht über sich, eines seiner eigenen Schafe oder Rinder zu schlachten. Darum nahm 
er dem Armen sein einziges Lamm weg und bereitete es für seinen Besucher zu." 5 David wurde vom Zorn 
gepackt und brauste auf: "So wahr der Herr lebt: Dieser Mann hat den Tod verdient! 6 Dem Armen soll er vier 
Lämmer geben für das eine, das er ihm rücksichtslos weggenommen hat." 7 Da sagte Nathan zu David: "Du bist 
dieser Mann! Der Herr, der Gott Israels, lässt dir sagen: 'Ich habe dich zum König von Israel erwählt und dich 
beschützt, als Saul dich umbringen wollte. 8 Den gesamten Reichtum Sauls und auch seine Frauen habe ich dir 
gegeben. Ganz Israel und Juda gehören dir. Und sollte dir das noch zu wenig sein, würde ich dir sogar noch mehr 
schenken. 9 Warum also missachtest du meinen Willen? Warum hast du getan, was ich verabscheue? Den 
Hetiter Uria hast du ermordet und dann seine Frau geheiratet. Ja, du, David, bist der Mörder Urias, denn du hast 
angeordnet, dass Uria im Kampf gegen die Ammoniter fallen sollte! 10 Von mir hast du dich abgewandt und 
Uria die Frau weggenommen. Darum sollen von nun an in jeder Generation einige deiner Nachkommen einen 
grausamen Tod erleiden. 11 Ich, der Herr, sage dir: Jemand aus deiner eigenen Familie wird dich ins Unglück 
stürzen. Ich selbst werde dafür sorgen. Du musst erleben, wie ein Mann, der dir sehr nahe steht, dir deine Frauen 
wegnimmt und in aller Öffentlichkeit mit ihnen schläft. 12 Was du, David, heimlich getan hast, das lasse ich am 
helllichten Tag geschehen. Ganz Israel soll Zeuge sein.'" 13 Da bekannte David: "Ich habe gegen den Herrn 
gesündigt." Nathan erwiderte: "Der Herr hat dir vergeben, du wirst nicht sterben. 14 Doch wegen deiner Tat 
spotten die Feinde Gottes noch mehr über ihn. Darum muss der Sohn, den Batseba dir geboren hat, sterben." 
15 Nach diesen Worten ging Nathan wieder nach Hause. Der Herr ließ das Kind, das Urias Frau geboren hatte, 
todkrank werden.  
 
Davids Sohn stirbt 
16 David zog sich zurück, um für seinen Sohn zu beten. Er fastete tagelang und schlief nachts auf dem 
Fußboden. 17 Seine Hofbeamten kamen und versuchten, ihn zum Aufstehen zu bewegen, doch ohne Erfolg. 
Auch zum Essen ließ er sich nicht überreden. 18 Am siebten Tag starb das Kind. Keiner der Diener wagte es 
David mitzuteilen, denn sie befürchteten das Schlimmste. "Schon als das Kind noch lebte, ließ er sich durch 
nichts aufmuntern", sagten sie zueinander. "Wie wird er sich erst verhalten, wenn er erfährt, dass es tot ist? Er 
könnte sich etwas antun!" 19 Doch als David merkte, wie die Hofleute miteinander flüsterten, ahnte er, was 
geschehen war. "Ist der Junge tot?", fragte er, und sie antworteten: "Ja, er ist gestorben." 20 Da stand David auf, 
wusch sich, pflegte sich mit wohlriechenden Salben und zog frische Kleider an. Dann ging er ins Heiligtum und 
warf sich nieder, um den Herrn anzubeten. Danach kehrte er in den Palast zurück und ließ sich etwas zu essen 
bringen. 21 "Wir verstehen dich nicht", sagten seine Diener, "als das Kind noch lebte, hast du seinetwegen 
gefastet und geweint. Doch jetzt, wo es gestorben ist, stehst du auf und isst wieder." 22 David erwiderte: 
"Solange mein Sohn lebte, habe ich gefastet und geweint, weil ich dachte: Vielleicht hat der Herr Erbarmen mit 
mir und lässt ihn am Leben. 23 Doch nun ist er gestorben - warum soll ich jetzt noch fasten? Kann ich ihn damit 
etwa zurückholen? Nein, er kehrt nicht mehr zu mir zurück, ich aber werde eines Tages zu ihm gehen!" 24 Dann 
ging David zu seiner Frau Batseba und tröstete sie. Er schlief mit ihr, und sie brachte wieder einen Sohn zur 
Welt. David nannte ihn Salomo ("der Friedliche"). Der Herr liebte das Kind, 25 darum gab er dem Propheten 
Nathan den Auftrag, hinzugehen und dem Jungen einen zweiten Namen zu geben: Jedidja ("Liebling des 
Herrn").
 
 
 
 
Gott erschafft die Welt (Ein Loblied auf Gottes gute Schöpfung!)
1. Mose 1,1-2,4a
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. 2 Noch war die Erde leer und ohne Leben, von 
Wassermassen bedeckt. Finsternis herrschte, aber über dem Wasser schwebte der Geist Gottes. 
3 Da sprach Gott: "Licht soll entstehen!", und es wurde hell. 4 Gott sah, dass es gut war. Er trennte 
das Licht von der Dunkelheit 5 und nannte das Licht "Tag" und die Dunkelheit "Nacht". Es wurde 
Abend und wieder Morgen: Der erste Tag war vergangen. 6 Und Gott befahl: "Im Wasser soll sich ein 
Gewölbe bilden, das die Wassermassen voneinander trennt!" 7 So geschah es: Er machte ein 
Gewölbe und trennte damit das Wasser darüber von dem Wasser, das die Erde bedeckte. 8 Das 
Gewölbe nannte er "Himmel". Es wurde Abend und wieder Morgen: Der zweite Tag war vergangen. 
9 Dann sprach Gott: "Die Wassermassen auf der Erde sollen zusammenfließen, damit das Land zum 
Vorschein kommt!" So geschah es. 10 Gott nannte das trockene Land "Erde" und das Wasser "Meer". 
Was er sah, gefiel ihm, denn es war gut. 11 Und Gott sprach: "Auf der Erde soll es grünen und blühen: 
Alle Arten von Pflanzen und Bäumen sollen wachsen und Samen und Früchte tragen!" So geschah 
es. 12 Die Erde brachte Pflanzen und Bäume in ihrer ganzen Vielfalt hervor. Gott sah es und freute 
sich, denn es war gut. 13 Es wurde Abend und Morgen: Der dritte Tag war vergangen. 14 Da befahl 
Gott: "Am Himmel sollen Lichter entstehen, die den Tag und die Nacht voneinander trennen und nach 
denen man die Jahreszeiten und auch die Tage und Jahre bestimmen kann! 15 Sie sollen die Erde 
erhellen." Und so geschah es. 16 Gott schuf zwei große Lichter, die Sonne für den Tag und den Mond 
für die Nacht, dazu alle Sterne. 17 Er setzte sie an den Himmel, um die Erde zu erhellen, 18 Tag und 
Nacht zu bestimmen und Licht und Finsternis zu unterscheiden. Gott sah es und freute sich, denn es 
war gut. 19 Wieder wurde es Abend und Morgen: Der vierte Tag war vergangen. 20 Dann sprach Gott: 
"Im Wasser soll es von Leben wimmeln, und Vögel sollen am Himmel fliegen!" 21 Er schuf die großen 
Seetiere und alle anderen Lebewesen im Wasser, dazu die Vögel. Gott sah, dass es gut war. 22 Er 
segnete sie und sagte: "Vermehrt euch, und füllt die Meere, und auch ihr Vögel, vermehrt euch!" 23 Es 
wurde Abend und wieder Morgen: Der fünfte Tag war vergangen. 24 Darauf befahl er: "Die Erde soll 
Leben hervorbringen: Vieh, wilde Tiere und Kriechtiere!" So geschah es. 25 Gott schuf alle Arten von 
Vieh, wilden Tieren und Kriechtieren. Auch daran freute er sich, denn es war gut. 26 Dann sagte Gott: 
"Jetzt wollen wir den Menschen machen, unser Ebenbild, das uns ähnlich ist. Er soll über die ganze 
Erde verfügen: über die Tiere im Meer, am Himmel und auf der Erde." 27 So schuf Gott den 
Menschen als sein Ebenbild, als Mann und Frau schuf er sie. 28 Er segnete sie und sprach: "Vermehrt 
euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die 
Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde! 29 Ihr dürft die Früchte aller Pflanzen und 
Bäume essen; 30 den Vögeln und Landtieren gebe ich Gras und Blätter zur Nahrung." 31 Dann 
betrachtete Gott alles, was er geschaffen hatte, und es war sehr gut! Es wurde Abend und wieder 
Morgen: Der sechste Tag war vergangen.
1. Mose 2:
1 So waren nun Himmel und Erde erschaffen, und nichts fehlte mehr. 2-3 Am siebten Tag hatte Gott 
sein Werk vollendet und ruhte von seiner Arbeit aus. Darum segnete er den siebten Tag und sagte: 
"Dies ist ein ganz besonderer, heiliger Tag! Er gehört mir." 4 So entstanden Himmel und Erde, so 
wurden sie geschaffen. Als Gott, der Herr, Himmel und Erde gemacht hatte,
 
 
 
Gott gibt Mose einen Auftrag und offenbart seinen Namen (2. Mose 3,1ff
 
 
1 Mose hütete damals die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian. 
Eines Tages trieb er die Herde von der Steppe hinauf in die Berge und kam zum Horeb, dem Berg 
Gottes. 2 Dort erschien ihm der Engel des Herrn in einer Flamme, die aus einem Dornbusch schlug. 
Als Mose genauer hinsah, bemerkte er, dass der Busch zwar in Flammen stand, aber nicht 
niederbrannte. 3 "Merkwürdig", dachte Mose, "warum verbrennt der Busch nicht? Das muss ich mir 
aus der Nähe ansehen." 4 Der Herr sah, dass Mose sich dem Feuer näherte, um es genauer zu 
betrachten. Da rief er ihm aus dem Busch zu: "Mose, Mose!" "Ja, Herr", antwortete er. 5 "Komm nicht 
näher!", befahl Gott. "Zieh deine Sandalen aus, denn du stehst auf heiligem Boden! 6 Ich bin der Gott 
deiner Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs." Mose verhüllte sein Gesicht, denn er hatte 
Angst davor, Gott anzuschauen. 7 Der Herr sagte: "Ich habe gesehen, wie schlecht es meinem Volk in 
Ägypten geht, und ich habe auch gehört, wie sie über ihre Unterdrückung klagen. Ich weiß, was sie 
dort erleiden müssen. 8 Darum bin ich gekommen, um sie aus der Gewalt der Ägypter zu retten. Ich 
will sie aus diesem Land herausführen und in ein gutes, großes Land bringen, in dem Milch und Honig 
fließen. Jetzt leben dort noch die Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter. 9 Ja, 
ich habe die Hilfeschreie der Israeliten gehört; ich habe gesehen, wie die Ägypter sie quälen. 
10 Darum geh nach Ägypten, Mose! Ich sende dich zum Pharao, denn du sollst mein Volk Israel aus 
Ägypten herausführen!" 11 Aber Mose erwiderte: "Ich soll zum Pharao gehen und die Israeliten aus 
Ägypten herausführen? Wer bin ich schon?" 12 Der Herr antwortete: "Ich stehe dir bei und gebe dir 
ein Zeichen, an dem du erkennst, dass ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Ägypten 
herausgeführt hast, werdet ihr mir an diesem Berg hier Opfer darbringen!" 13 Mose entgegnete: 
"Wenn ich zu den Israeliten komme und ihnen sage, dass der Gott ihrer Vorfahren mich zu ihnen 
gesandt hat, werden sie mich nach seinem Namen fragen. Was sage ich dann?" 14 Gott antwortete: 
"Ich bin euer Gott, der für euch da ist.1 Darum sag den Israeliten: 'Ich bin für euch da' hat mich zu 
euch gesandt. 15 Ja, der Herr hat mich geschickt, der Gott eurer Vorfahren, der Gott Abrahams, 
Isaaks und Jakobs. - Denn das ist mein Name für alle Zeiten. Alle kommenden Generationen sollen 
mich mit diesem Namen anreden, wenn sie zu mir beten. 16 Geh nun nach Ägypten, versammle die 
Oberhäupter der Sippen Israels, und sag ihnen: Der Herr ist mir erschienen, der Gott eurer Vorfahren, 
der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Er lässt euch ausrichten: Ich habe euch nicht vergessen und 
habe gesehen, was man euch in Ägypten antut. 17 Darum verspreche ich, dass ich eurem Elend ein 
Ende mache: Ich werde euch aus Ägypten herausführen und in das Land der Kanaaniter, Hetiter, 
Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter bringen, ein Land, in dem Milch und Honig fließen. 18 Die 
Sippenoberhäupter Israels werden auf dich hören. Du sollst dann mit ihnen zum Pharao gehen und 
sagen: Der Herr, der Gott der Hebräer, ist uns erschienen. Bitte erlaube uns, drei Tagesreisen weit in 
die Wüste zu ziehen, um ihm dort Opfer darzubringen! 19 Ich weiß aber: Der König von Ägypten wird 
euch das nie erlauben, wenn ihn nicht eine starke Hand dazu zwingt2! 20 Darum werde ich meine 
Hand erheben und die Ägypter strafen. Mit gewaltigen Taten werde ich ihnen zusetzen, bis der 
Pharao euch ziehen lässt. 
 
 
 
LIEDER
Vergiss es nie
 
Vergiss es nie: Dass du lebst, war keine eigene Idee, 
und dass du atmest, kein Entschluss von dir. 
Vergiss es nie: Dass du lebst, war eines anderen Idee, 
und dass du atmest, sein Geschenk an dich. 
 
Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, 
keine Laune der Natur, 
ganz egal ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. 
Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. 
Du bist du, das ist der Clou, 
du bist du. Ja, du bist du. 
 
Vergiss es nie: Niemand denkt und fühlt und handelt so wie du, 
und niemand lächelt so, wie du's grad tust. 
Vergiss es nie: Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du, 
und niemand hat je, was du weißt gewusst. 
 
Vergiss es nie: Dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt, 
und solche Augen hast alleine du. 
Vergiss es nie: Du bist reich, egal ob mit, ob ohne Geld, 
denn du kannst leben! Niemand lebt wie du.
 
 
EG 1, 1-2.5 Macht hoch die Tür
 
 
 
 
1. Macht hoch die Tür, die Tor macht 
weit;
es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt;
derhalben jauchzt, mit Freuden 
singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich von Rat.
Ps 24,7-10
 
2. Er ist gerecht, ein Helfer wert;
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein Königskron ist Heiligkeit,
sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unsre Not zum End er bringt,
derhalben jauchzt, mit Freuden 
singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Heiland groß von Tat.
 
5. Komm, o mein Heiland Jesu 
Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein;
dein Freundlichkeit auch uns 
erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit
den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr,
sei ewig Preis und Ehr.