Exkursionen Sk

"Kindheit und Jugend im Wandel"

Q 11- Kurse Sozialkunde besuchten die Ausstellung "Kindheit und Jugend im Wandel" im Stadtmuseum Erlangen

Die von StRefin Blume organisierte und museumspädagogisch gut vorbereitete Exkursion nach Erlangen brachte doch bei vielen Schülern ein anfänglich zurückhaltendes aber dann begeistertes Staunen hervor. Wer wusste schon, dass man im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts Jungen bis zu drei Jahren in Mädchenkleider steckte, um bequemer Windeln wechseln zu können...

Wer weiß noch, wie Familie geht? Überholt ist das vertraute Familienbild: der Mann Alleinverdiener und die Frau zuständig für Haus-, Erziehungs- und Beziehungsarbeit.

Zwei große Umbrüche in jeweils 100 Jahren: Erst wurde die Familie kleiner im Zuge des Übergangs von der Agrar- und Handwerks- zur Industriegesellschaft im 18. und 19. Jahrhundert und dann erschütterte die Frauenemanzipation das favorisierte Leitbild der Kleinfamilie im 20. und 21. Jahrhundert.

Heute ist die Berufsorientierung der Frau unverzichtbar. Gefragt sind kreative Lösungen, wie Elternpaare Existenzsicherung und Kindererziehung gerecht und verträglich lösen können. Ebenso ist die jeweilige Firmenstruktur und die Politik gefordert, wie sie die Rahmenbedingungen setzen.

In der attraktiv aufbereiteten Ausstellung wurde der Bogen vom historisch geprägten Kindheits- und Familienbild über die Entwicklung und den Ausbau des Schulwesens bis hin zu Erlebnisfeldern der Jugendkultur gespannt. Musik, Politik und Kunst spielen eine ebenso große Rolle wie Freizeit, Konsum und Freunde.

So rundete ein von vier Schulklassen selbstständig gestalteter Bereich die Ausstellung ab und gab Einblicke in die Interessens- und Problemlagen der heutigen Jugend.

Eine interessante und empfehlenswerte Ausstellung!