Geldpolitik in Zeiten von Staatsschuldenkrise und Euroskeptikern

 
Text und Organisation StR S. Näpfel

Fachexpertenvortag für die Wirtschaft-Recht-Kurse (Q12)

„Die Notenbanken (ESZB) haben die ultimative Aufgabe, unseren Geldwert stabil zu halten.“ – Sven Lilienthal am Werner-von-Siemens Gymnasium in Weißenburg.

BuBa 18 web

 

Sven Lilienthal ist als Bundesbankdirektor im Stab des Präsidenten der Notenbank tätig und für die Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Bundesbank zuständig. Am 26. November gastierte er in Weißenburg und hielt einen Vortrag zum Thema „Inflation und Deflation: Wie halten Zentralbanken den Wert unseres Ge

ldes stabil?“ Zuhören und interagieren durften die Teilnehmer der drei Wirtschaft und Recht - Kurse der zwölften Jahrgangsstufen und bekamen so einen ersten Einblick über die Aufgaben und die Funktionsweise der europäischen Geldpolitik.

„Inflation ist das gute Schmiermittel der Wirtschaft.“

Herr Lilienthal führte den Schülern anhand ausgewählter Leitsätze die aktuellen Herausforderungen der Notenbanken in der Geldpolitik vor Augen. Welche Auswirkungen haben die Staatsanleihenkäufe der EZB („Moral Hazard“), wie funktioniert das Zusammenspiel zwischen der nationalen Politik und der europäischen Geldpolitik. Er sprach über die fünf Kerngeschäftsfelder (Bargeld, Finanz- und Währungsstabilität, Geldpolitik, Bankenaufsicht, unbarer Zahlungsverkehr) der Bundesbank sowie über das Hauptinstrumentarium der europäischen Geldpolitik: den Hauptrefinanzierungszins (Leitzins).

„Geldpolitik ist immer nach vorne gerichtet.“

Die zukünftige Ausrichtung der Geldpolitik orientiert sich immer an der Stabilität der Preisniveaus. Dank des Vortrags von Herrn Lilienthal haben die Schüler der Q12 hierfür nun ein tieferes Verständnis.