Play the Market: Aus Speiseeis wird ein Gasgrill

Bericht von der Zwischenrunde in Hersbruck: Team MWM aus der 10b (WSG-W) landet unter den TOP 20

Nach der Ankunft im AOK-Bildungszentrum in Hersbruck wurden wir (M. Schaffrath, M. Endres, T. Wuttke, 10b WSG) in einen der drei Märkte eingeteilt und mit den Aufgaben konfrontiert. Unsere Aufgabe, Grillgeräte zu produzieren und zu verkaufen, wurde durch Einflussfaktoren der Spielleiter, wie zum Beispiel ein Konjunktureinbruch oder dem Klimawandel deutlich erschwert. Dennoch mussten wir einen Weg finden, um unser Unternehmen nach vorne zu bringen. Nach der ersten Entscheidungsabgabe, für die man 90 Minuten Zeit hatte, standen wir auf dem vierten Platz- eigentlich ein guter Start, doch wir hatten ein Problem: Beinahe die gesamte Konkurrenz war mit dem Preis stark nach unten gegangen, was uns einen geringeren Absatz und dadurch hohe Lagerkosten bescherte. Diese Marktentwicklung war verheerend für unsere Firma, da wir darauf gebaut hatten, dass der Preis in etwa gleichbleiben würde. Folglich mussten wir komplett umstrukturieren, um nicht noch mehr Markanteile zu verlieren. Erst einmal fielen wir jedoch trotzdem auf den achten Platz zurück.
Nach dem Abendessen und dem anschließenden Abendprogramm (Impro-Theatergruppe und Public-Viewing des EM-Eröffnungsspiels) war noch lange nicht an Entspannung zu denken: wir mussten noch ausführlich unsere nächsten Schritte diskutierten und absprechen.

 

Am nächsten Morgen standen vier weitere Spielrunden sowie ein zweistündiger Workshop, in dem wir uns mit den Themen Zeitmanagement und Produktlebenszyklus beschäftigten, auf dem Tagesplan. Den kompletten restlichen Tag nutzten wir setzten wir uns dafür ein, einen Weg zu finden, trotz der niedrigen Marktpreise zurück an die Spitze zu kommen und uns für die Endrunde in München zu qualifizieren.
Am letzten Tag stand die alles entscheidende Spielperiode an: Die Spielleitung inszenierte einen Produktunfall, wodurch die Marktnachfrage einbrach. Unsere Strategie, einen möglichst qualitativ hochwertigen Gasgrill anzubieten, erwies sich jetzt zwar als richtig und wir konnten uns wieder etwas von der Konkurrenz abheben, der zuvor versäumte Abstand ließ sich dadurch leider nicht mehr aufholen und wir landeten am Ende auf Platz 6 unseres Marktes. Damit waren wir zwar unter den TOP 20 Teams des gesamten Spiels, für die Endrunde in München reichte das leider nicht.
Resümierend lässt sich sagen, dass wir durch das Planspiel interessante und spannende Erfahrungen als Geschäftsleiter eines Unternehmens gemacht haben. Oftmals sind es nur Kleinigkeiten, die die Lage (und damit die Konkurrenzfähigkeit) des Unternehmens nachhaltig verändern können.

Zum Spiel:

In diesem Schuljahr lädt das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. und SCHULEWIRTSCHAFT Bayern Schülerinnen und Schüler von bayerischen Gymnasien, FOS und BOS bereits zum 24. Mal zu „Play the Market“ ein. Bayernweit traten rund 2.200 Jugendliche an. Die besten 40 Teams haben sich für die Zwischenrunde im AOK Bildungszentrum in Hersbruck qualifiziert. Die besten 9 Teams werden am großen Finale mit feierlicher Abschlussveranstaltung in München teilnehmen. Mit dem Wirtschaftsplan-spielwettbewerb soll die ökonomische Bildung junger Menschen gestärkt werden. „Play the Market“ wird vom Bayerischen Wirtschaftsministerium und der AOK Bayern – die Gesundheitskasse gefördert.