Der Nanotruck am Werner-von-Siemens-Gymnasium

Die Fachschaft Biologie durfte am letzten Montag den „Nanotruck“ des Bundesforschungsministeriums an unserer Schule begrüßen.

Am Montagvormittag wurde einigen interessierten Oberstufenschülerinnen und -schülern die Teilnahme an anspruchsvollen, nanotechnologischen  Praktika mit den Themen „Im Nano-Zukunftslabor - Energie gewinnen mit Hilfe der Pflanzen“ und „Im Nano-Zukunftslabor – Kleinstes ganz groß“ unter Anleitung erfahrener, projektbegleitender Wissenschaftler sowie die Möglichkeit zum Austausch mit diesen Fachleuten geboten.

 

 

Nach dem einführenden Grundlagenvortrag, welcher allen Beteiligten die Grundlagen, Möglichkeiten und Risiken der Nanotechnologie eindrucksvoll nahe brachte, wurden die unterschiedlichen Praktika angeboten.

Im Rahmen der Thematik „Energie gewinnen mit Hilfe der Pflanzen“ ahmten die Schülerinnen und Schüler anhand einer selbst gebauten nanokristallinen Farbstoffsolarzelle, der sogenannten Grätzelzelle, die Energiegewinnung nach dem Prinzip der Fotosynthese nach.

Mit Hilfe des Rasterelektronenmikroskops konnte die Schülergruppe im Praktikum „Kleinstes ganz groß“ kleinste Teilchen und Strukturen sichtbar machen. Es entstanden beeindruckende Aufnahmen von vorhandenen, aber auch selbst mitgebrachten Materialien, wobei nicht nur die Strukturen, sondern auch die chemische Zusammensetzung von Oberflächen untersucht wurde.

Am Spätnachmittag dieses Tages erhielten die Biologie/ Chemie-Lehrkräfte des Werner-von-Siemens-Gymnasiums sowie unseres Kooperationspartners, der Senefelder-Schule Treuchtlingen, im Lehrerworkshop „Nano meets school“  Tipps zur Umsetzung  nanotechnologischer Inhalte im Unterricht sowie einige praktische Anregungen. Die Lehrkräfte konnten in Grundlagenvorträgen ihr Wissen rund um die Nanotechnologie auffrischen und erhielten im praktischen Teil viele Tipps zu eindrucksvollen Experimenten und Bezugsquellen für Unterrichtsmaterialien. Außerdem war es auch während dieser Veranstaltung möglich, das Rasterelektronenmikroskop für die Untersuchung eigener Materialproben einzusetzen. Diese Aufnahmen stehen nun der Fachschaft Biologie digital für den Unterrichtseinsatz zur Verfügung.

Am Dienstagvormittag wurden einige Oberstufenkurse und Klassen von den mitreisenden Wissenschaftlern durch die Ausstellung geführt. Die P-Seminare der Q11 erfuhren in dem Grundlagenvortrag „Info Nano“ alles über die Grundlagen, Chancen und Herausforderungen der Nanotechnologie und erhielten im Anschluss daran im Vortrag „Nano – Jobs mit Zukunft“ einen Überblick über die Ausbildungs-, Studien- und Karrierewege in der Nanotechnologie.

Im Anschluss an die schulinternen Veranstaltungen stand der Nanotruck am Dienstagnachmittag auch für alle interessierten Schülerinnen, Schüler, Eltern sowie die Öffentlichkeit im Rahmen der „Offenen Tür im Nanotruck“ unter dem Motto „Nano erleben, erkunden, erfassen“ zur Verfügung. Jeder wissbegierige Besucher der Ausstellung konnte sich dann auf den mehr als einhundert Quadratmetern des Trucks über Grundlagen, Forschungsfelder und Anwendungsgebiete der Nanotechnologie nach dem Prinzip „Wissenschaft zum Anfassen“ vor allem mit Hilfe interaktiver Exponate informieren. Außerdem wurden im Obergeschoss des Ausstellungsfahrzeugs fortlaufend Filme zu Themen wie „Nanotechnologie in der Medizin“ oder „Das Nanoschnitzel – Vision und Wirklichkeit in der Nanotechnologie“ vorgeführt. Daneben standen die projektbegleitenden Wissenschaftler jederzeit für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Die Fachschaft Biologie bedankt sich bei den begleitenden Wissenschaftlern, Herrn Dr. Marco Kollecker und Herrn Dr. Alexander Heusel für die informativen Vorträge, interessanten Praktika und vielen Gespräche.

 

Hier einige bildliche Eindrücke...

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Text: OStRin Claudia Breutel-Egner