Klassensprecher- und SMV-Seminar 2019-20

Vom 30.09.2019 bis zum 01.10.2019 setzten sich die KlassensprecherSchülersprecher und die erweiterte SMV zusammen, um gemeinsam mit den Ende September gewählten Verbindungslehrern Christine Hilpert (Unterstufe) und Yvonne Hofer (Oberstufe) zu planen, welche gravierenden Fragestellungen hinsichtlich des Schulalltags bzw. dessen Organisation diskutiert, und welche Lösungsvorschläge hierzu herausgearbeitet werden können. So begaben sich rund 60 Schüler (Klassensprecher der 6.-10. Klassen, die erweiterte SMV der Q11 und Q12 sowie die Schülersprecher) in die Jugendherberge nach Eichstätt. Freundlicherweise stellte sich Herr Krach als männliche Begleitperson zur Verfügung.

Einer kurzen Vorstellung anstehender Programmpunkte folgte eine Diskussionsrunde, wo es um konkrete Anliegen der Schüler ging. Anschließend wurden Workshopthemen ausgearbeitet, die dann am nächsten Morgen mit Herrn Direktor Vorliczky besprochen werden sollten.

Folgende Themen für Workshops wurden erarbeitet:

1. Projekttag

2. allgemeine Missstände

3. Handynutzung in der Schule

4. Neugestaltung des Eingangsbereichs

5. gesunde Schule

6. Lehrer-Raum-Prinzip

 

Nach dem Mittagessen verteilten sich die Schüler und Lehrer in die Workshops und erarbeiteten folgende Ergebnisse, die anschließend im Plenum vorgestellt wurden:

 

1. Projekttag

Vorschlag: 10. und 11. Klässler erarbeiten mit jeweils einer Lehrkraft Projektworkshops aus unterschiedlichen Fachbereichen:

  • Kunst: T-Shirts bedrucken
  • Musik: Lied einstudieren
  • Deutsch: Theaterstück einstudieren
  • Chemie: Experimente mit Show

außerdem wäre denkbar:

  • Vortrag / Schulung zur Handynutzung
  • Eltern bzw. Firmen halten Workshops zu Berufsfeldern

 

2. allgemeine Missstände

  • In der 2. Pause sollten beide Verkaufsstellen des Pausenverkaufs geöffnet sein und es sollte Genügend angeboten werden.
  • Die Mensa sollte länger geöffnet sein.
  • Trinken soll im Unterricht erlaubt sein.
  • Der Vertretungsplan sollte zeitgerechter aktualisiert werden.
  • keine Massenabfragen
  • Stunden sollten nicht überzogen werden.
  • Ob AnGLer oder Stegreifaufgabe sollte klarer von Lehrerseite kommuniziert werden.
  • Die technische Ausstattung soll in jedem Raum funktionieren.

 

3. Handynutzung in der Schule

Zuerst wird angemerkt, dass die Klassensprecher generelle Regelungen der Schule zur Handynutzung an ihre Mitschüler weitergeben sollen.

Anschließend werden Pro- und Contrapunkte zur Handynutzung aufgeführt:

Pro:

  • Recherchetool
  • Handy als Unterrichtsmittel einbauen
  • Kommunikationsmittel
  • Tafelbild kann mit Zustimmung des Lehrers abfotografiert werden, falls man mit dem Hefteintrag nicht fertig wurde.

Contra:

  • Fragwürdige Inhalte aller Art können geteilt werden.

Schließlich werden Diskussionspunkte zu klasseninternen WhatsAppGruppen vorgestellt:

  • In Zukunft müssen sich alle Schüler über Verbote bzw. verbotene Inhalte klar sein.
  • Falls verbotene Inhalte auftauchen, müssen diese gemeldet werden.
  • Am kommenden Projekttag könnte ein Experte eingeladen werden, der einen Workshop zu diesem Thema abhält.

 

4. Neugestaltung des Eingangsbereichs

Der Eingangsbereich des Haupteingangs soll neu gestaltet werden. Dazu werden folgende Vorschläge gemacht:

  • Naturrückzugsraum mit Birkenstämmen, Efeubewuchs und weiterer Bepflanzung.
  • Entspannungszone mit Couchbereich
  • Spielzone mit Kicker, Billardtisch, usw

 

5. gesunde Schule

  • Hinsichtlich eines anstehenden Wettbewerbs werden folgende Punkte erarbeitet.
  • Zwischen den Stunden sollte für Bewegung gesorgt werden.
  • Der Fitnessraum (023) sollte einer breiteren Masse an Schülern nahe gebracht werden.
  • Es sollte für mehr Rückzugsorte bzw. Orte der Stille gesorgt werden (z.B. in der Bibliothek oder in einem Arbeitsraum im Mensagebäude).
  • In Kollaboration mit Kaufland sollte frisches Obst und Gemüse in Klassen angeboten werden.
  • Trinken während des Unterrichts sollte erlaubt sein.
  • Die schulinterne Küche sollte mit Lehrkräften für alle geöffnet werden.

 

6. Lehrer-Raum-Prinzip
Pro:

  • Eine individuelle Gestaltung der Räume durch die jeweilige Stammlehrkraft wird möglich.
  • Die Lehrkräfte können besser und schneller gefunden werden.
  • Ein zügigerer Start des Unterrichts wird ermöglicht.

Contra:

  • Insbesondere für 5. Klässler fällt ein Rückzugsort im eigenen Klassenraum weg.
  • Die Schüler benötigen mehr Zeit für den Raumwechsel.
  • Die technische Ausstattung der einzelnen Räume variiert stark.
  • Keine einheitliche Sitzordnung wird ermöglicht.

Nach dem Abendessen konnte das traditionelle Bewerbungsverfahren für die Schülersprecherkandidaten beginnen. Dabei mussten die Bewerber spielerisch ihre rhetorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen oder in einem Rollenspiel ein Gespräch mit der Schulleitung führen.

Anschließend fand dann die Wahl der Schülersprecher statt. Nach mehreren Wahlgängen stand folgendes Ergebnis fest:

1. Schülersprecher: Yigitaga Arslan, Q11

2. Schülersprecher: Magnus Reichelt, Q11

3. Schülersprecherin: Luca Seitz

 

Als Unterstufensprecherin konnte sich Clara Gempel durchsetzen.

Wir gratulieren allen herzlich und danken den scheidenden Schülersprecherinnen Anna Fellner und Paula Pößnicker (Q12) sehr für die geleistete Arbeit.

Zum Abschluss der SMV- Fahrt kam Schulleiter Wolfgang Vorliczky extra nach Eichstätt und stellte sich sehr offen den Fragen der Schüler. Unser besonderer Dank gilt damit der Schulleitung, die diese Fahrt genehmigt und ermöglicht hat. Herr Direktor Wolfgang Vorliczky hat durch seine persönliche Teilnahme gezeigt, wie sehr hier in der Schule die Arbeit der SMV geschätzt und unterstützt wird.