Streitschlichtung

Was ist Streitschlichtung?

Streitschlichtung - auch Mediation genannt - ist ein Verfahren, das auf der Basis eines klärenden Gesprächs zwischen zwei Konfliktparteien unter Beisein von Schlichtern zu einer so genannten „Win-win“-Lösung führen soll. Das heißt, dass sich beide Parteien auf eine Lösung ihres Problems einigen, bei dem beide einen gewissen Vorteil erzielen, also keiner am Ende als „Verlierer“ der Situation zurück bleibt.

Hierbei lösen Schüler also unter- und miteinander ihre Konflikte, und dies ganz ohne Zutun und Einmischung von Lehrkräften. Ein offenes Gespräch wird dadurch leichter möglich, weil man untereinander einfacher freier Sprechen kann, als das der Fall ist, wenn man mit einem Lehrer spricht.

Was sind Streitschlichter?

Streitschlichter an unserer Schule sind Mitschüler ab der 9. Klasse, die den Konfliktparteien helfen sollen, im Gespräch zu einer Lösung zu finden. Das bedeutet, dass sie keine Richterfunktion einnehmen, sondern als unparteiische Dritte durch ihre Gesprächsführung bei der Findung einer Einigung zu helfen.

Sie besitzen keine Weisungsbefugnis und können keine Strafen aussprechen, sind allerdings der letzte Versuch einer Konfliktlösung innerhalb der Schüler unseres Gymnasiums, bevor die „strafende Hand“ der Lehrer eingreifen muss, um den Streit beizulegen, was natürlich nicht einer echten Schlichtung gleich kommt.

Ziel des Streitschlichterprojekts ist es unter anderem, es den Schülern zu ermöglichen, unter- und miteinander Konflikte auf eine vernünftige und dauerhafte Art und Weise austragen zu lernen, beziehungsweise durch die Schlichter hierzu Hilfestellung zu leisten.

Wie läuft ein Schlichtungsgespräch ab?

ALLES, WAS BEI EINER SCHLICHTUNG BESPROCHEN WIRD, HÖREN NUR DIE BEIDEN ANWESENDEN STREITSCHLICHTER UND BLEIBT VERTRAULICH! NICHTS DAVON DRINGT NACH AUSSEN! DAZU SIND DIE SCHLICHTER VERPFLICHTET!

Verkürzt gesagt stellen also beide Parteien im neutralen und vertraulichen Rahmen des Schlichtungsraumes gegenüber den zwei anwesenden Schlichtern ihre Sicht des Konflikts dar, werden bei der Findung von Lösungen unterstützt und handeln diese verbindlich mit ihnen aus. Dabei wird auch versucht, einen etwaigen tiefer liegenden Grund für diesen Konflikt herauszufinden, um sozusagen das Übel „an der Wurzel“ zu packen.

Am Ende einer Schlichtung steht das Festhalten der wichtigsten Punkte auf einem Einigungsformular, das anschließend von allen Anwesenden als Abmachung unterzeichnet wird. Allerdings bekommt kein Lehrer dieses Formular je zu Gesicht. Es dient nur den Schlichtern als Gedächtnisstütze für das Nachgespräch und zur Überprüfung, ob die Abmachungen auch eingehalten wurden.

Wann finden die Schlichtungsgespräche statt?

Das Gespräch findet frei nach Vereinbarung mit den Schlichtern statt. Es dauert etwa eine halbe Stunde.

Falls eine Schlichtung aus zwingenden Gründen während der Unterrichtszeit stattfinden muss, so wird natürlich vorab noch die Erlaubnis der betroffenen Lehrkräfte eingeholt.

Wer ist der zuständige Lehrer für dieses Projekt?

OStR Helmut Egen

Wo ist der Streitschlichterraum?

Es handelt sich um den Raum 305.

Wann ist jemand erreichbar?

Für Schüler ist Herr Egen jederzeit in den Pausen im Lehrerzimmer ansprechbar, um den Kontakt mit einem Schlichterteam herzustellen.

Eltern können Herrn Egen - gerne auch telefonisch - zu den jeweiligen Sprechstundenzeiten in der Schule kontaktieren.

Wann und wo findet die Ausbildung statt?

Die Ausbildung findet als Blockveranstaltung einmal wöchentlich am Nachmittag statt. Sie wird zu Beginn des Schuljahres vom Projektleiter an der Schule durchgeführt und ist zum Halbjahr beendet. Die Uhrzeit und der Wochentag werden nach Vereinbarung mit den Interessenten festgelegt.

Was beinhaltet die Streitschlichterausbildung?

Folgende Themen werden unter anderem bei der Ausbildung behandelt: Konflikte allgemein (Eskalation, Stufen, richtiges Verhalten, Analyse), Konfliktmanagement, Gruppendynamik in Klassen, Phänomene des Mobbing, Körpersprache, Ich-Botschaften, Gesprächsmethoden, sich selbst in Gesprächen behaupten, gezieltes Zuhören, Spiegeln, Grundlagen und Phasen der Schlichtung, Selbstverständnis des Mediators.

Was bringt die Schlichterausbildung den Schülern selbst?

Zunächst bringt die Ausbildung eine gewisse Selbsterfahrung und -erkenntnis mit sich. Man lernt - wie oben beschrieben - einiges über sich selbst, das richtige Verhalten bei Konflikten, die richtige Gesprächsführung, und vieles mehr.

Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer einen Vermerk in der Bemerkung des Jahreszeugnisses und eine Urkunde über die durchlaufene Ausbildung. Diese kann später von den Schülern ihren Bewerbungsunterlagen beigelegt werden.

Interesse an der Ausbildung?

Wer die Ausbildung durchlaufen möchte (ab der 9. Klasse) und das Treffen zur Terminabsprache verpasst hat, der soll bitte eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken. Darin sollten möglichst viele Zeitfenster (z.B. Mo 13.30 – 15.00, Do 14.00 – 16.30, etc.) aufgeführt sein, damit eine maximal große Ausbildungsgruppe zu einem Zeitpunkt zusammengefasst werden kann. Alle weiteren Informationen kommen dann per Mail zurück an die Interessenten.