Schottlandfahrt: Highlights in den Highlands


Holyrood PalaceNach einigen Widrigkeiten im Vorfeld startete die Fahrt pünktlich am Samstag den 6. Juli um 6 Uhr. 7 Schüler und 15 Schülerinnen durften nach einer problemlosen Reise bei Kaiserwetter (25 °C, für Schottische Verhältnisse ein Jahrhundertsommer) in Edinburgh schottischen Boden betreten. Hier besichtigten wir die Royal Mile (Hauptstraße zwischen dem Schloss und den königlichen Palast). 
Nach einer ausgiebigen Pause bestiegen wir gegen Abend den Calton Hill, einen idyllisch gelegenen Aussichtshügel mitten in der Stadt.

Am Sonntag (nach einer durch schottische Partysanen beschallten Nacht) brachen wir in Richtung Norden auf. Wir überquerten den Firth of Forth und konnten dabei die berühmte Eisenbahnbrücke aus dem Jahr 1890 bewundern.

 

Unser Weg führte über das Dunnottar Castle an der Ostküste
 nach Aberdeen. Vom dortigen Hafen (wichtigster Ölumschlagplatz Schottlands) marschierten wir an den Sandstrand, um einen herrlichen Sommernachmittag am kalten Meer zu verbringen.

Das Abendprogramm bestand in einem lustigen Frage-Antwort-Spiel, nachdem die landestypischen Tanzabende leider immer nur in den Orten stattfanden, wo wir uns gerade nicht aufhielten.

Nach erholsamer Nacht besichtigten wir am Montag Morgen die altehrwürdige Universität von Aberdeen und bekamen einen Eindruck vom britischen Studentenleben.

Unser flotter Busfahrer brachte uns nach Keith, wo sich eine von Schottlands ältesten Whisky-Destillerien befindet. Wir bekamen eine sehr unterhaltsame und informative Führung, die keine Fragen zum Thema Whisky offen ließ.

An unserem Tagesziel Inverness informierten wir uns in den Räumlichkeiten eines Kiltmakers über dieses weltberühmte und identitätsstiftende Kleidungsstück und seine Musterungen (Tartans), die sich von Clan zu Clan unterscheiden.


NessieAm Dienstag begann unser erlebnisreichster Tag mit einer Fahrt entlang des landschaftlich reizvollen Loch Ness. Leider bekamen wir Nessie nur in Form einer Nachbildung zu Gesicht.

Wir absolvierten eine Panoramatour durch die westlichen Highlands in ihrer schönsten Form. Neben einem längeren Aufenthalt beim malerischen Eilean Donan Castle konnten wir einer Schleusung am Neptune's Staircase beiwohnen. Dies ist eine achtstufige Schleusentreppe am West-Ende des Caledonian Canal, mit Blick auf den Ben Nevis, Großbritanniens höchsten Berg.

Nebel zieht auf.Unserem letzten Halt vor der Westküste legten wir im wildromantischen Tal von Glen Coe ein, das durch ein innerschottisches Massaker in die Geschichte einging. Wir erreichten unsere Herberge in Oban bei strahlendem Sonnenschein und mediterranen Temperaturen. Glücklicherweise erklommen wir zügig das „Kolosseum des Nordens“, bevor überraschend nach kurzer Zeit ein Wetterumschwung über Oban hereinbrach. Binnen Minuten war der gesamte Ort in gespenstischem Nebel verhüllt und die Temperatur fiel um über 10 °.

Auch am nächsten Tag hatten wir bedecktes und kühleres („schottisches“) Wetter, allerdings nur zu unserem Vorteil. Wir bestiegen Conic Hill, zu dessen Fuß sich der beliebte Loch Lomond befindet, bei optimalem Wanderwetter.

Nach der kräftezehrenden Wanderung kam uns das Oak Tree Inn – ein typisches Landgasthaus – mit seinem Cream Tea (Schwarztee mit Scones und Erdbeermarmelade) zur Stärkung sehr gelegen. Auf der Rückfahrt Richtung Edinburgh kehrten die hochsommerlichen Verhältnisse zurück, so dass wir in Stirling das Castle samt Wallace Monument unter strahlend blauem Himmel bewundern konnten. Der Rest des Abends in Edinburgh stand zur freien Verfügung.

Am letzten Tag umrundeten wir das Edinburgh Castle, um dann am Eingang entsetzt den Unterschied zwischen Realität (ermäßigter Eintritt 13 Pfund) und Reiseführer („kostenlose Führungen im Minutentakt“) zur Kenntnis zu nehmen. Unbeeindruckt machten wir mit der Besichtigung der sogenannten New Town weiter. Dort kann man in den schachbrettartigen angelegten Straßen noch viele „Georgian Houses“ sehen, die üblicherweise zwei Eingänge besitzen: Upstairs und Downstairs (für die Bediensteten).

Am späten Nachmittag traten wir die Heimreise an und kehrten fast pünktlich nach Weißenburg zurück.

Fazit: Uns Lehrern und vor allem auch den Schülern hat diese Exkursion viel Spaß gemacht. Schottland wird uns – trotz sonderbarer Sanitäreinrichtungen, halsbrecherischer Gehsteige und fehlender Bäckereien – in guter Erinnerung bleiben, so wie wir den Schotten auch („They [Schüler] speak English so well.“/„very well behaved“).