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2009

Aus Anlass des Jubiläumsjahres der beiden Dichterfreunde ...

Johann

 Wolfgang

 Goethe

 

(1749-1832)

 

zum

260. Geburtstag

(28. 8. 2009)

Denkmal für die Dichterfreunde vorm Nationaltheater in Weimar

 (fotografiert von Weißenburger Schülern auf einer Exkursion)

Friedrich

 Schiller

 

(1759-1805)

 

zum

250. Geburtstag

(10. 11. 2009)

... ein Blick auf das gespaltene Verhältnis der Deutschen zu ihnen:


„Wer dichten will, der täte gut,

er macht’ es so, wie Goethe tut!“

Erich Mühsam

„Goethe kann als Grundlage der Bildung

eine ganze Kultur ersetzen.“

Hugo von Hofmannsthal

Goethes Meisterwerke

„zieren unser teueres Vaterland,

wie schöne Statuen einen Garten zieren,

aber es sind Statuen. […]

die Goetheschen Dichtungen bringen

nicht die Tat hervor, wie die Schillerschen.“

Heinrich Heine

„Seit ich fühle, habe ich Goethe gehaßt,

seit ich denke, weiß ich warum.“

Ludwig Börne

„Goethe war der größte Deutsche,

nicht nur der größte deutsche Dichter.“

Karl Marx und Friedrich Engels

„Ein Prophet der Freiheit ist er.“

Hans Dietrich Genscher

„Ein Dichter mit Leidenschaft und Pathos.“

Jürgen Prochnow

„Schillers Musencalender ist auch da,

über ein Gedicht von Schiller,

das Lied von der Glocke,

sind wir gestern Mittag

fast von den Stühlen gefallen vor Lachen,

es ist a la Voss, a la Tiek, à la Teufel, wenigstens um des Teufels zu werden.“

Caroline Schlegel

„Was noch die sogenannten Idealdichter anbetrifft, so finde ich,

daß sie fast nichts als Marionetten mit

himmelblauen Nasen und affektiertem Pathos,

aber nicht Menschen von Fleisch und Blut

gegeben haben […].

Mit einem Wort, ich halte viel auf Goethe oder Shakespeare, aber sehr wenig auf Schiller.“

Georg Büchner


Wer jetzt verwirrt ist angesichts dieser großen Meinungsvielfalt,

dem bietet das Jubiläumsjahr einen willkommenen Anlass dafür,

sich anhand eigener Lektüre

eine persönliche Meinung zum Werk der Autoren zu bilden!


Quellen für die Zitate:

 

Ludwig Börne in einem Brief vom 17. November 1830. Aus: Ludwig Börne: Briefe aus Paris. 14. Brief,

In: Ders.: Sämtliche Schriften. Neu bearbeitet und hrsg. von Inge und Peter Rippmann, Bd. 1-3,

Düsseldorf: Melzer-Verlag, 1964. Band 3, S. 71.

Georg Büchner in einem Brief vom 28. Juli 1835. Aus: Georg Büchner: Werke und Briefe.

4. Auflage, München (1969), S. 182.

Hans Dietrich Genscher in der arte-Reihe „Europas Erbe – Die großen Dramatiker“ (2008)

Heinrich Heine, Die romantische Schule (1832–1835). In: Ders.: Schriften über Deutschland.

(Heinrich Heine: Werke, Bd. 4.) Hrsg. v. Helmut Schanze. Frankfurt a. M. (1968), S. 166–298, S. 199.

Hugo von Hofmannsthal (1922). Aus: Dieter Borchmeyer, Schnellkurs Goethe, S. 14.

Karl Marx und Friedrich Engels in einem Aufsatz

Erich Mühsam: Schüttelreime

Jürgen Prochnow als „Pate“ Schillers in der arte-Reihe „Europas Erbe – Die großen Dramatiker“ (2008)

Caroline Schlegel in einem Brief vom 21. Oktober 1799. Aus: Schlegel, Caroline: Carolinens Leben in ihren Briefen.

Hrsg. v. Reinhard Buchwald. Leipzig (1923), S. 185.