Das diesjährige Rossmühlkonzert war wieder ein echtes Highlight des Schuljahres. Rund 200 Schülerinnen und Schüler zeigten auf der Bühne ihr musikalisches Können und begeisterten das Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm. Trotz eines neuen Sicherheitskonzepts war die Rossmühle mit rund 300 Gästen bestens gefüllt und die Stimmung von Anfang an großartig.
Mit dabei waren die Bläserklassen, Chöre, das Schulorchester, die Bigband, verschiedene Ensembles und natürlich die Schulbands. Gespielt und gesungen wurden Werke aus ganz unterschiedlichen Stilrichtungen – von Klassik über Musical und Filmmusik bis hin zu Pop, Rock und Jazz. Dabei überzeugten nicht nur die musikalischen Leistungen, sondern auch kreative Choreografien, starke Solobeiträge und die spürbare Freude am gemeinsamen Musizieren.
Besondere Highlights waren unter anderem die Auftritte des Unterstufen- sowie des Mittel- und Oberstufenchors, das mitreißende Schulorchester und die energiegeladene Bigband. Für einen stimmungsvollen Abschluss sorgte die Schulband mit bekannten deutschen Hits, bei denen das Publikum begeistert mitklatschte und mitsang.
Das Rossmühlkonzert zeigte einmal mehr, wie vielfältig das musikalische Leben am Werner-von-Siemens-Gymnasium ist. Ein großer Dank gilt allen Mitwirkenden sowie den Musiklehrkräften, die mit viel Engagement diesen besonderen Konzertabend möglich gemacht haben.
Zeitungsartikel, Weißenburger Tagblatt:
Mitreißendes Fest der Klänge
Fulminantes Rossmühlkonzert des Gymnasiums rund 200 jungen Musikern
Die Euphorie kannte nach mehr als zwei Stunden keine Grenzen und Martin Trescher, Vorsitzender der „Freunde des Werner-von-Siemens-Gymnasiums“, sah die Schule schon nahe an einem musischen Gymnasium. In der Tat zeigten beim Rossmühlkonzert 2026 Ensembles aus allen Jahrgangsstufen des Gymnasiums eine riesige Bandbreite musikalischer Darbietungen auf hohem Niveau. Dabei mussten die Veranstalter diesmal ein neues Sicherheitskonzept umsetzen, das eine sparsamere Bestuhlung vorsah. Und trotzdem kamen die rund 300 Zuschauer voll auf ihre Kosten – manche von ihnen eben im Stehen.
Seit über 30 Jahren ist das traditionelle Rossmühlkonzert der Fachschaft Musik ein Höhepunkt im Schuljahr. Schulleiter Stefan Reutner betonte daher in seiner Begrüßung, dass dies ein Konzert von besonderen Menschen an einem besonderen Ort sei, und zeigte sich hocherfreut darüber, dass auch viele frisch verabschiedete Abiturienten am Konzert ihrer Schule mitwirkten. Und die besonderen Menschen seien eben die Schüler, die sich zusammen mit ihren Musiklehrern Annegret Budday-Kuhnle, Anne-Marie Kruis, Simon Schart und Maximilian Stöhr auf die Bühne wagten, um ihr Können zu zeigen. David Hoyer von der Sparkasse hob als einer der Sponsoren die fudamentale Rolle der Musik für Gesundheit und Konzentration junger Menschen hervor.
Zuvor hatte bereits das fetzige Blechbläserensemble das Publikum mit Slavko Avseniks „Trompetenecho“ im Oberkrainerstil passend auf das Konzert ein gestimmt. Danach standen die Jüngsten der Schulfamilie im Rampenlicht: Die Bläserklasse 5b sorgte mit William T. Purdys „School Spirit“ für Energie und Elan, bevor die jungen Bläser das melancholische japanische Volkslied „Sakura, Sakura“ anstimmten und John Higgins‘ dynamischen „Hard Rock Blues“ folgen ließen. Tänzerisch wurde es dann mit der Bläserklasse 6b und der lebhaft-fröhlichen Sternenpolka, die in alpenländischer Kraft aufstrahlte, bevor ein zauberhafter Disney-Soundtrack Einzug in die Bastion hielt: „The Princess and the Frog“ ließ jazzigen New Orleans-Sound aufleben und sprühte lebendig und feierlich durch die ehrwürdige Rossmühle.
Einen ersten Höhepunkt des Abends setzte der Unterstufenchor mit einem kraftvollen Traditional aus Indonesien, das mit rhythmischem Klatschen und Schnipsen untermalt wurde. Vor allem aber entfaltete Andy Becks träumerisches Chorstück „The Moon“ ein sanft aufleuchtendes Naturmotiv und wurde durch eine stimmige Lichtregie unterstützt. Der Clou aber war die akrobatisch elegante Choreografie von Anna-Sophie Binder und Ella Ratei, welche die nächtliche Mondbetrachtung in ästhetisch überzeugende Posen und Bewegungen umsetzte. Hochdynamisch beendete der Unterstufenchor seinen Auftritt mit Greg Giplins groovigem Hymnus „How can I keep from singing“, das auch gut als Motto des Abends gelten konnte.
Noch vor der Pause präsentierte die Bläserklasse plus George Bizets weltbekanntes Torero-Lied aus der Oper „Carmen“, dem die Bläser trotz seiner feurigen Heroik eine runde, harmonische Note abrangen, bevor sie mit Lalo Shifrins epischen „Mission Impossible“-Theme einen ganz besonderen musikalischen Auftrag annahmen und hochdramatisch pulsierende Rhythmen durch den Raum jagten. Und dass die Schule auch über ein überzeugendes Kammermusikensemble verfügt, bewiesen Annelie Streb am Klavier und Johannes Winter sowie Stefan Kamm am Baritonhorn mit dem charmanten Jazz-Klassiker „Five Foot Two – Eyes of Blue“ aus den 1920ern.
Nach der Pause enterte die Band Youngsters mit Lead-Sänger Nedim Hadziomerovic die Bühne und ließ den ironisch-frechen Hit „Alles nur geklaut“ von den Prinzen erdröhnen, während das Schulorchester mit einem hochemotional vorgetragenen „Don’t cry for me, Argentina“ aus dem Musical „Evita“ und dem „Libertango“, einem leidenschaftlich sinnlichen Tango Nuevo, zeigte, wie weit es sich inzwischen entwickelt hat. Und natürlich verfügt das Gymnasium auch über einen stimmgewaltigen Mittel- und Oberstufenchor. Er sorgte mit seinem Auftritt für Gänsehautmomente und ließ beim Musical-Hit „A million dreams“ ätherisch dichte Klangwellen mehrstimmig durch die Bastion schweben, wechselte aber bei Freddy Mercurys unvergesslicher „Bohemian Rhapsody“ dramatisch schnell von ruhigen lyrischen Passagen zu kraftvollem Rock und arienhaften Intermezzi. Für entspannten Swing und öligen Jazz sorgte schließlich die Bigband als musikalisches Aushängeschild der Schule: George Gerswins unnachahmlich entspanntes „Summertime“ läutete akustisch das baldige Ende des Schuljahres ein und Louis Primas Swing-Klassiker „Sing, sing, sing“ inszenierte energetische Bläserriffs. Und als Sahnehäubchen trat dann doch noch überraschend die Schulband auf und ließ das Konzert mit zwei deutschen Hits ausklingen, bei denen das Publikum begeistert mitging: Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ und „Geile Zeit“ von Juli setzten den grandiosen Schlusspunkt unter ein rundum gelungenes Rossmühlkonzert.
Robert Luff










