"Mut zum Leben" - Die Botschaft der Überlebenden von Ausschwitz

Der 9. November - ein denkwürdiger Tag - neben dem Mauerfall 1989 sind auch die Ausrufung der Republik 1918, der Hitlerputsch 1923 und letztendlich die Judenpogrome 1938 eng mit dem Schicksal der Deutschen verbunden.

Seit dieser Nacht vom 9. November 1938 gab es keinen Schutz mehr für die jüdische Bevölkerung. Geschäfte wurden zerstört, Synagogen angezündet und die jüdische Bevölkerung diskriminiert und entwürdigt.

Genau dieser Begriff "Würde" gab mit den Anlass für einen eindrucksvollen Film über vier Personen, die Ausschwitz überlebt haben und ihre Botschaft weitergegeben haben, damit sich diese Geschichte nie mehr wiederholt. Gerade in einer Zeit jetzt, in der wieder judenfeindliche Witze gerissen werden, Anschläge auf Synagogen erfolgt sind und Menschen, die sich gegen den rechten Terror einsetzen, ermordet werden, ist diese Erinnerungskultur wichtiger denn je.

Das Landkreisbündnis gegen rechts hat diesen Film nach Weißenburg geholt und zusammen mit dem Kinocenter für die Schülerinnen und Schüler unserer 10. Klassen zur Verfügung gestellt.

Eindrucksvoll zeigen Esther Bejarano, Yehuda Bacon, Éva Pusztai-Fahidi und Greta Klingsberg, dass die Würde des Menschen auch unter den unwürdigsten Bedingungen nicht verlorengehen kann. Sie machen "Mut zum Leben" und geben ihre Botschaft in unterschiedlichster Weise weiter, immer an das Gute zu glauben, sich dafür einzusetzen, zu widerstehen und zu kämpfen gegen Diskriminierung, Freiheitsberaubung, Hass und Hetze gegen Minderheiten.

Der Regisseur des Films musste leider kurzfristig absagen, so blieben doch einige Fragen offen, wie zum Beispiel persönliche Beweggründe, diesen eindrucksvollen Film zu drehen usf.

In jedem Fall ein gelungener Gedenktag, der viele Schülerinnen und Schüler nachdenklich gestimmt hat.

Vielen Dank an Frau Starck vom "Bündnis gegen rechts" und an die Schulleitung, die diesen Tag ermöglicht haben.