Analyse eines Supermarktes - 8d erkundet die Kaufland Filiale

Text und Bilder: Frau StRin D. Semsch

Am Montag, den 21.01.2019, besuchte die Klasse 8d (wirtschaftswissenschaftlicher Zweig) im Rahmen des Wirtschaftsunterrichts die nahe gelegene Kaufland-Filiale und lernte so den Supermarkt von einer ganz anderen Seite kennen. Mit großer Begeisterung erkundeten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen den Supermarkt auf eigene Faust, indem sie einen Praxisparcours mit fünf verschiedenen Stationen durchliefen, die sich mit typischen Merkmalen und Aspekten eines Supermarkts befassten.

Beispielsweise wurden bei einer Station der Aufbau und die Laufwege in einem Supermarkt thematisiert. Hier sollten die Schülerinnen und Schüler u.a. den kürzesten Weg vom Eingang zu den Kassen gehen und notieren, an welchen Warengruppen sie vorbeikommen. Dabei wurde den Schülern klar, dass durch die bestimmte Anordnung der Produkte das Konsumverhalten der Kunden entscheidend beeinflusst wird. Denn es ist kein Zufall, dass sich Obst und Gemüse immer direkt am Eingang befinden, vielmehr soll das Tempo der Kunden dadurch verlangsamt werden und sie sollen so möglichst viel Zeit im Supermarkt verbringen. Denn die Auswahl aus dem ansprechenden Angebot braucht Zeit und animiert zudem zum Einkauf weiterer Produkte. Eine andere Station stellte ihnen die Aufgabe, anhand eines Einkaufszettels verschiedene Lebensmittel einmal teuer und einmal preiswert einzukaufen und dann die beiden Einkaufssummen miteinander zu vergleichen. Hier staunte der ein oder die andere nicht schlecht, als der teure Einkauf teilweise sogar mehr als das Dreifache kostete.

Am Ende der Erkundung wurden die Schülerinnen und Schüler von Herrn Axmann, dem Hausleiter des hiesigen Kauflands, in einem Besprechungsraum empfangen und konnten so auch noch einen kurzen Blick hinter die Kulissen eines Supermarkts werfen. Herr Axmann wird die Klasse 8d dann noch im Wirtschaftsunterricht besuchen und weitere interessante Fragen der Schülerinnen und Schüler zur Handelswelt beantworten.

20190121_131451
20190121_131840
20190121_132228
20190121_140344
20190121_144023
1/5 
start stop bwd fwd

Geldpolitik in Zeiten von Staatsschuldenkrise und Euroskeptikern

 
Text und Organisation StR S. Näpfel

Fachexpertenvortag für die Wirtschaft-Recht-Kurse (Q12)

„Die Notenbanken (ESZB) haben die ultimative Aufgabe, unseren Geldwert stabil zu halten.“ – Sven Lilienthal am Werner-von-Siemens Gymnasium in Weißenburg.

BuBa 18 web

 

Sven Lilienthal ist als Bundesbankdirektor im Stab des Präsidenten der Notenbank tätig und für die Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Bundesbank zuständig. Am 26. November gastierte er in Weißenburg und hielt einen Vortrag zum Thema „Inflation und Deflation: Wie halten Zentralbanken den Wert unseres Ge

ldes stabil?“ Zuhören und interagieren durften die Teilnehmer der drei Wirtschaft und Recht - Kurse der zwölften Jahrgangsstufen und bekamen so einen ersten Einblick über die Aufgaben und die Funktionsweise der europäischen Geldpolitik.

„Inflation ist das gute Schmiermittel der Wirtschaft.“

Herr Lilienthal führte den Schülern anhand ausgewählter Leitsätze die aktuellen Herausforderungen der Notenbanken in der Geldpolitik vor Augen. Welche Auswirkungen haben die Staatsanleihenkäufe der EZB („Moral Hazard“), wie funktioniert das Zusammenspiel zwischen der nationalen Politik und der europäischen Geldpolitik. Er sprach über die fünf Kerngeschäftsfelder (Bargeld, Finanz- und Währungsstabilität, Geldpolitik, Bankenaufsicht, unbarer Zahlungsverkehr) der Bundesbank sowie über das Hauptinstrumentarium der europäischen Geldpolitik: den Hauptrefinanzierungszins (Leitzins).

„Geldpolitik ist immer nach vorne gerichtet.“

Die zukünftige Ausrichtung der Geldpolitik orientiert sich immer an der Stabilität der Preisniveaus. Dank des Vortrags von Herrn Lilienthal haben die Schüler der Q12 hierfür nun ein tieferes Verständnis.